Donnerstag, 30. März 2017

Wetter zum Helden zeugen

Was für ein Wetterchen - man könnte immer draußen sein, doch hat der Heuschnupfen mich im Griff. Ist es zu glauben, dass der Garten trocken ist? Wo es doch so viel geregnet hat? Kurz ist die Zeit der Zierkirschenblüte, fast schon vorbei. Leider mußte ich sie im letzten Jahr kleinsäbeln, da ich gegen die Monilia nicht spritzen wollte.
 Eigens vermehrt hatte ich drei Holunder (Sambucus), da die Mutter dank Clothilde in die Knie geht - sie wackelt schon am Stamm und hat kaum noch Äste, nachdem ich sie geschnitten habe. Der Kleine sitzt jetzt an anderer Stelle und entwickelt sich gut.
 Ist das nicht schön? Ein kleines Osterglöckchen zwischen Stipa tenuissima 'Ponytails'.
 Die Semperei hält mich weiterhin gefangen, doch sind meine Kapazitäten begrenzt und ich fange auch gar nicht erst zu sammeln an. Doch ist es fatal, in einer entsprechenden Gruppe zu sein und täglich inspiriert zu werden.
 Sie verfärben sich so oft im Jahr, ein Augenschmaus - und schwanger sind sie auch ständig.
 Neu vor der Haustür sind ganz ganz viele Krokusse, die jetzt später als die anderen blühen, weil sie sich erst orientieren müssen.
 Hierzu sage ich nichts - Mr. W. hat auch nichts gesagt! Zum Glück.
 Von hinten beleuchtet sehen diese Sempervivum nochmal ganz anders aus
 Sie brennen förmlich
... und in den Mauern wächst der Mauerpfeffer - oder so. Und beim nächsten Mal gibt es wieder eine Buchvorstellung, Gärten von Profis angelegt und mir viel gleich der Unterschied zwischen Männer- und Frauengärten auf!   

Dienstag, 28. März 2017

Ich bin jetzt nicht mehr allein


Ich war so traurig, als die alte Katze starb. Da hab ich nur noch wenig gefressen. Und ein paar Tage später kamen Mama und Papa mit einer Katzenkiste nach Hause, da war ein graues Monster drin. Es hat einen ganz langen Schwanz und es roch so fremd. Jetzt nicht mehr. Das Ding hat elend lange Ohren, finde ich. Sieht irgendwie wie der Osterhase aus. Aber es ist ein Kater. Er ist noch klein, hat aber alle Tricks drauf, das kann ich euch sagen.

Mama sagt, sie würde an sich selbst zweifeln. Sie wollte immer nur einen Kerl, den hat sie geheiratet und jetzt hat sie drei. Dann rollt sie mit den Augen. Papa hat sich mit uns solidarisiert, sagt sie. Am Abend sitzen wir im Wohnzimmer und wälzen uns auf dem Boden und sie guckt zu. Sie will nicht mitmachen. Papa hat uns ein Stöckchen gekauft mit Fransen dran, damit spielen wir.

Der neue ist so frech und probiert alles aus. Er springt von hinten auf mich drauf und reitet ein Stück mit. Danach kloppen wir uns auf dem Boden. Mama sagt, ich wäre nicht anders gewesen. Aber ich war kleiner, er ist kein ganz kleines Baby mehr. Er liegt jetzt schon auf Mamas Schreibtisch, dabei war das immer mein Platz. Dann leg ich mich halt dazu, aber runterwerfen dürfen wir nichts, dann brüllt sie. Vorhin hat sie den Neuen auf dem Schrank erwischt, au weia. Da kennt sie keine Gnade. Es ist auch kein Vorteil, dass ich doppelt so viel wiege wie er – er ist sehr gewievt und trickst mich oft aus.

Er frißt so viel wie ich, eigentlich viel mehr. Mama geht ständig einkaufen und kommt mit vielen Futtertüten nach Hause. Wir kriegen nur getreidefrei, damit wir keine Allergie entwickeln, sagt Mama, denn davon hat sie selber genug. Ja, das stimmt, sie niest immer, wenn es draußen blüht.

Der Kleine beschleimt Mama immer, aber sie sagt, sie hat mich lieb und ich werde immer ihr Schatz sein. Ich glaube ihr. Ich bin ja auch größer und schöner. Mama sagt, er wird genau so schwer wie ich, kriegt nur nicht so ein Puschelfell. Also! Sie kann jetzt weniger Pflanzen kaufen, weil unser Futter viel Geld kostet, was aber nichts macht. Der Garten ist voll, sagt Papa. Momentan darf ich nicht mal ins Bett zu Mama, denn ich fussele so. Mein Fell wechselt sich aus, heute Abend werde ich unten mit dem Furminator gebürstet, danach wirft sie ihre Klamotten in die Wäsche und saugt, weil alles voll ist. Im Bad liegen aber auch immer ihre Haare, deswegen meckert sie auch nicht.

Ich geh jetzt in die Küche, Mama hat neue Schalen aufgemacht!